Ohne Auto
Seit zwei Wochen fahre ich nun kein Auto mehr. Ein etwas komischer Zustand, wie ich bemerken muss. Wenn man seit seinem 18. Lebensjahr einen fahrbaren Untersatz besitzt, wie in meinem Fall, dann hat das Leben ohne jenen eine etwas andere Bedeutung. Oh, ich stelle gerade fest, dass es bereits 3 Wochen sind - aber dies ist eigentlich nicht so wichtig. Auf jeden Fall bin ich ohne Auto und schlage mich nun mit Bus, Bahn, U-Bahn, Strassenbahn und Mitnahmengelegenheiten durchs Leben. Zugegeben, ich mache nun komplett neue Erfahrungen, die ich mit dem Auto niemals machen würde. Wer fährt schon freiwillig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Und wenn der Sprit noch so teuer ist! Ob der Individualverkehr zukünftig nur noch der Elite vorbehalten bleibt? Kann sein. Hoffentlich habe ich bis dahin alle Erfahrungen gemacht, die ich ohne Auto machen soll, so dass ich zu jener welchen zählen werde. Die Massen, die dann auf den öffentlichen Verkehr zukommen, müssen dann wohl asiatisch anmutende Ausmasse haben. Und das ist in unseren Breitengraden doch wohl kaum vorstellbar! Spannend finde ich überdies auch die Frage, ob sich dann wohl das Rad der Zeit zurück drehen wird, wenn das Benzin so teuer geworden ist, dass es sich die "breite Masse" nicht mehr leisten kann. Öffentlich redet ja noch niemand über dieses Schicksal, das uns wohl irgendwann zukünftig ereilen wird. Warum eigentlich? Und warum fangen wir nicht an, wenn dem so kommen sollte und wir es heute bereits wissen, uns mit den Auswirkungen wirklich auseinander zu setzen? Ein Experte in solchen Angelegenheiten bin ich nicht, so viel steht fest. Aber warum, um alles in der Welt, ist unser Leben so abhängig vom Öl, auf der Erde?
wowu - 15. Nov, 17:57
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